Siegerkomposition von Donaueschingen 2.0 im Frühjahrsprogramm

Im Jahr 1926 wurde bei den Donaueschinger Musiktagen ein wegweisendes Konzert veranstaltet, mit dem Ziel, die deutsche Blasorchesterliteratur zu fördern.

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums dieses Konzertes rief der Blasmusikverband Baden-Württemberg e.V. den Kompositionswettbewerb Donaueschingen 2.0 aus und beauftragte das Landesblasorchester Baden-Württemberg mit der Durchführung. In Anlehnung an die Idee von 1926 sollten wertvolle Werke entstehen, die die sinfonische Blasorchesterliteratur bereichern und erweitern. Im Gegensatz zu 1926 war bei diesem Kompositionswettbewerb die Vorgabe, sich mit deutschen Volksliedern, Folklore und Musiktraditionen auseinanderzusetzen.

Aus einem großen Teilnehmerfeld überzeugte der erst 22-jährige Frederik Abel die Jury mit seiner Komposition Drei-Klänge der Heimat.

In seinem Werk Drei-Klänge der Heimat verarbeitet er die Volkslieder Viel Wollust mit sich bringet, Wenn ich ein Vöglein wär’ und Guten Abend, Gute Nacht. Jedem der drei Lieder wird ein eigener Raum geboten, zudem ziehen sich musikalische Verweise durch die gesamte Komposition.

Diese Anklänge verbinden sich wie Mosaiksteine schließlich zu einem neuen, eigenständigen Werk.

Dabei zeichnet sich das Werk Drei-Klänge der Heimat durch eine besonders frische Kompositionsweise und eine abwechslungsreiche Instrumentierung aus, die eine stimmige Kombination aus alten und neuen Blasorchesterklängen schafft.

Zu Ehren der historischen Konzerte von 1926 findet die Uraufführung des Werkes am 18.04.2026 in Donaueschingen statt.